Multimedia-News für die PR-Branche

   
 

Es ist eine herausfordernde Zeit, und die Unsicherheit ist groß, wie oder ob man überhaupt in dieser Situation kommunizieren kann und soll. Dies hängt aktuell von vielen Faktoren ab, angefangen bei der Themenrelevanz bis hin zu der Frage, ob die Budgetgrundlage noch gegeben ist. Das Kommunikationsschiff manövriert durch unbekannte Gewässer, und die Dauer dieser Reise ist nicht absehbar.

Als Audioagentur können wir in unserem spezifischen Bereich etwas Orientierung geben. Deshalb beginnt dieser Newsletter mit aktuellen Erfahrungswerten und Tipps. Wie immer enthält er aber auch Infos zu aktuellen Entwicklungen aus der Multimedia-Welt.

   
 

Tipps und Infos zur aktuellen Situation

Momentan verzeichnen wir sehr hohe Abrufzahlen bei unseren Audioangeboten. Viele Leute sind zu Hause und hören Radio, um keine Neuigkeiten zu verpassen oder lenken sich mit Podcasts ab. Es ist also auf der einen Seite in jedem Fall eine Chance, viele neue Hörer zu erreichen, auf der anderen Seite muss man jedoch beachten, wie man Inhalte kommuniziert.

Bei Radio-PR ist momentan das Thema entscheidend. Ohne Link zur aktuellen Situation geht es kaum. Fast überall finden sich passende Aufhänger, sei es im Digitalbereich mit Tipps- und Servicestücken zum Arbeiten im Homeoffice, zur Sicherheit vor Cyberkriminellen, die Corona-Meldungen als Köder nutzen oder Lernmöglichkeiten im Netz, seien es rechtliche Hinweise oder sei es im Gesundheitsbereich rund um die Themen Prävention, Fitness und Kochen.

Aber auch in der Touristik gibt es Verknüpfungsmöglichkeiten zu Kulturen, die in Abgeschiedenheit leben und schon immer Homeschooling praktizieren, zu Zivilisationen, die im Einklang mit der Natur leben oder zu nachhaltigen Projekten, die den Zusammenhang zwischen Corona und Umwelt aufzeigen.

Bei den Podcasts stellt es sich etwas anders dar. Diese nutzen die Hörer, um sich unterhalten, ablenken und inspirieren zu lassen.

Aktuelle Produktionen sollten daher inspirierend gestaltet sein ohne eine direkte Aufforderung, das Gehörte sofort zu erleben. Sobald es wieder möglich ist, sich freier zu bewegen und zu reisen, wird der Wunsch von selbst aufkommen, etwas zu unternehmen und zu erleben. Der Mensch bleibt ein Forscher und Entdecker und wird diesem Drang auch weiter nachgehen. Auf der Agenda im Kopf wird dann als erstes stehen, das umzusetzen, zu dem man in der „Stay at home“ Phase inspiriert wurde.

Gerne entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam zielorientierte Aufhänger und Anknüpfungspunkte.

   
     
         
         

 

Warum der Podcast boomt

Er war als Großereignis geplant: die Verleihung des deutschen Podcast-Preises. Leider musste der Event aufgrund der Corona-Krise entfallen. Die Preise wurden zwar vergeben, aber ohne das entsprechende mediale Aufsehen. Passenderweise erfolgte die Preisverleihung in einem Podcast. Grit Leithäuser, die die Verleihung des Deutschen Podcast-Preises organisierte, führt den großen Erfolg von Audio-Podcasts auf folgende Ursachen zurück:

"Die Leute verbringen bereits sehr viel Zeit mit dem Screen – sie können nicht noch mehr Zeit auf Bildschirme gucken. Zum einen können die Zuhörer einen Podcast hören, während sie mit anderen Dingen beschäftigt sind, wie etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei Hausarbeiten.

Auf der anderen Seite ist die direkte Ansprache durch eine Person attraktiv für immer neue Zielgruppen. Podcasts werden anders genutzt als andere Medien – man kann sie nahe an sich heranlassen", so Leithäuser.

     
         
         

 

 

     

 

Aktuelle Zahlen zur Radionutzung - In der Krise nimmt die Nutzung weiter zu

Die Auswertung der ma 2020 Audio I (veröffentlicht am 1. April) zeigt, wie verlässlich Radio den Kontakt zu den 53 Millionen täglichen Hörerinnen und Hörern pflegt und somit konstante Reichweiten auf sehr hohem Niveau erzielt. Dies verdeutlicht die Auswertung der ma 2020 Audio I und bezieht sich auf Daten, die vor der Corona-Pandemie erhoben wurden. Der Analysezeitraum endete bereits Anfang Dezember 2019.

In der Krise nimmt die Nutzung sogar noch einmal zu: Eine minutengenaue Auswertung der Radionutzung via Web von 20 regionalen Radiosendern durch den Marktforschungsanbieter „RadioAnalyzer“ zeigt, dass Online-Radio seit Beginn der Krise ein Hörerplus um 22% verzeichnet. Ein weiteres Ergebnis ist, dass nicht nur mehr, sondern auch später gehört wird. Als Folge von Homeoffice und Kurzarbeit wird während der Krise länger geschlafen, wodurch sich die Krisen-Primetime im Radio um 1-2 Stunden auf 9 Uhr verschiebt.

Auffällig sind auch die hohen Steigerungsraten bei der DAB+ Nutzung (+34,4% bei der Tagesreichweite). Dies spiegelt die Entwicklung wider, dass die Verkaufszahlen der Geräte stark angestiegen sind und viele Autobauer DAB+ standardmäßig einbauen. Bei der Nutzung zeigt sich, dass die technischen Neuerungen eine männliche Domäne sind. Täglich empfangen doppelt so viele Männer wie Frauen Radio via DAB+.

     
         
         
         

 

Quellen: radiozentrale, ZDF, Meedia.

     
         
         

 

 

     

 

Zu allen Themen beraten wir Sie wie immer gerne individuell. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an mich persönlich wenden.


Mit freundlichen Grüßen & bleiben Sie gesund!

Daniel Barchet

     

 

 

     
 
 
Daniel Barchet  
B & B Medien  
Tel: +49 621 122 67930  
Mail: